------------------------------------------------------------------- heines sklavenschiff

das mollsche gesetz mit
Matthias Scheuring (sprecher), Luis Negron & Juan Orozco (videokunst)

 

   
   
 

 

Heines Sklavenschiff pendelt als Text wunderbar zwischen grimmigem Humor, Satire und gnadenloser Sozial – und Kapitalismuskritik. Trotzdem sind extrem lyrische, zarte Bilder enthalten und etliche burleske Szenen. Die Form als episches Gedicht gibt bereits eine Strukturierung vor, die mit den klaren Strukturen der mollschen Musik verzahnt und in Engführung gehalten wird.

Es geht bei dem Projekt nicht um ein Gesamtkunstwerk im Wagnerschen Sinne
oder um eine direkte Illustrierung von Text oder Musik durch Bilder, sondern
darum, drei künstlerisch autonome Ausdrucksebenen(Musik, Sprache, Bild)
jeweils in Ihrem Recht zu belassen und auf dramaturgische Weise
Querverbindungen herzustellen. Man denke an eine dreistimmige Fuge,
wo die Stimmen autonom sind, aber auf einer höheren
Ebene zusammen musikalisch Sinn ergeben.

Die Musik ist in Teilen komponiert, von Moll, Schumann, Schubert, Skempton, es werden aber immer wieder durch Improvisation Fenster ins Unvorhersehbare geöffnet, die Gesamtdramaturgie bleibt durch die Strukturierung des mollschen gesetzes immer erhalten.

 

 
   
 

 

Die Arbeit der Videokünstler ist in Ihrer Entstehung live auf der Bühne mitzuverfolgen und beschäftigt sich mit der Wiederentdeckung des Mythos und der
Aspekte von Zauberei bei der Erschaffung von Bildern aus Licht und Schatten.
Die hierbei benutzte Maschinerie ist ein Prototyp einer Laterna Magica, die
aber neben analogen (Folien, Zeichnungen...) auch digitale Bilder benutzt.
Dadurch gewinnt die Videoarbeit einen handwerklichen Charme und
eine auratische Qualität, die vielen rein digitalen Produktionen heutzutage fehlt.

 

 
   
 

 

Heines Sklavenschiff wurde 2006 als Auftragsarbeit des Heine-Schumann-Jahres in der Kunsthalle Düsseldorf uraufgeführt und 2007 in Paris und Amsterdam gezeigt.

 
   
                   
     
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