BEETHOVEN redux -----------------------------------------------------------------------

das mollsche gesetz mit Juan Orozco & Luis Negron (videokunst)

 

 

Die 9 Sinfonien in 60 Minuten. Ein Projekt des mollschen gesetzes

Bei der Uraufführung der „Eroica“ war folgender Kommentar aus der
Galerie zu vernehmen:
„ich gebe noch einen Kreutzer, wenn das Ding endlich aufhört !“
Dem Manne könnte geholfen werden.

Die 9 Sinfonien addieren sich zu 37 einzelnen Sätzen, jedem davon widmen wir maximal 60 Sekunden, mit den nötigen Pausen dazwischen kommt man also auf eine gute Stunde Aufführungszeit. Wie kommt man von 349 Minuten Musik
(bei konservativer Interpretation der Tempi) zu circa 37 Minuten reiner Musikdauer bei der Interpretation des mollschen gesetzes ?

Es gibt eine Vielzahl von musikalischen Ansätzen und Herangehensweisen, für
jeden Satz der Sinfonien die Methode, die am geeignetsten erscheint, also völlig undogmatisch. Es werden Nebenstimmen aus den Partituren extrahiert und neu zusammengebaut, neu instrumentiert, Klänge isoliert , Rhythmen freigestellt
und überlagert, neue Klangfarben für bekannte Themen gefunden. Es gibt improvisierende Annäherungen, elektronische Verfremdungen, Samples
und Einspielungen von historischen Aufnahmen.

Es wird alles aus Beethoven kommen, aber oft nicht direkt zu identifizieren sein, es wird keine vordergründigen Aha – und Wiedererkennungseffekte geben, kein Tatatataa im ersten Satz der 5. sondern ein konstantes Changieren zwischen Bekanntem und Neuem, zwischen Emanationen des Meisters und ungläubigem Staunen. „Ist das jetzt noch von Beethoven ?“ Auf jeden Fall.
Aber es ist auch von kreativen Künstlern in der Gegenwart verortet.

 

 

Beethoven redux ist noch nicht vollendet. Im herbst 2006 wurden die 7. und die 8. Sinfonie auf dem Frischzelle-Festival in Köln aufgeführt.

       
     
     
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