zoa : redefining william blake´s jerusalem --------------------------------------

das mollsche gesetz mit
Wolfgang Mitterer (orgel & electronics) & Luis Negron/Juan Orozco (videokunst)

 

 


Als unsichtbarer Bauplan von „Zoa“ dient die Ideenwelt des englischen Dichters
und Grafikers William Blake (1757-1827). Sein letztes und umfangreichstes
Werk : „Jerusalem : The Emanation of the Giant Albion“ erzählt von einem archaischen Schöpfungsmythos : der Riese Albion, der die Menschheit als
Ur-Einheit verkörpert, zerfällt nach Kampf und Sturz in die vier Zoas. Diese
Zoas verkörpern 4 Grundaspekte des menschlichen Geistes : Imagination,
Vernunft, Emotion, Wahrnehmung.
Bilder und Texte aus „Jerusalem“ tauchen auf und verschwinden wieder. Neben
den Kompositionen, die den Grundriss des Abends abstecken, werden immer
wieder durch Improvisation Fenster ins Unvorhersehbare geöffnet.

Die Arbeit der Videokünstler ist in Ihrer Entstehung live im Raum mitzuverfolgen
und beschäftigt sich mit der Wiederentdeckung des Mythos und der Aspekte von Zauberei bei der Erschaffung von Bildern aus Licht und Schatten. Die hierbei benutzte Maschinerie ist ein Prototyp einer Laterna Magica, die aber neben
analogen (Folien, Zeichnungen...) auch digitale Bilder benutzt. Dadurch gewinnt
die Videoarbeit einen handwerklichen Charme und eine auratische Qualität,
die vielen rein digitalen Produktionen heutzutage fehlt.

Durch das Gesetz der Pause und durch die großzügige Nutzung des Kirchenraumes entsteht eine Konzertsituation von aussergewöhnlicher Durchlässigkeit; Architektur spricht durch die Stille, die Projektionen transformieren den Raum ins Imaginäre.

 

 

zoa ist ein auftragswerk des altstadtherbst kulturfestivals düsseldorf und wurde 2007 in der Johanneskirche in Düsseldorf uraufgeführt.

       
     
     
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